Freitag, 31. Dezember 2021

Gilberto Gil - Gilberto Gil (Cérebro Eletrónico) (1969)

Let´s look forward to a better 2022 with some fine Tropicalia!

A leader of Brazil's Tropicalia movement during the late 1960s along with artists Caetano Veloso, Marcos Valle, and Gal Costa, multi-instrumentalist Gilberto Gil mixed native styles like samba, MPB, and bossa nova with rock and folk instruments to become one of Brazil's, and the world's most celebrated singer/songwriters. Gil's career has spanned six decades, and he's had hits in each one.

It's not only ironic that the record with Gilberto Gil's first major hit ("Aquele Abraço") is also his most experimental album; it also speaks to the diversity of Brazil's emerging pop superstar. Beginning with the loose-jointed groove-pop of "Cérebro Eletrónico" (the album's subtitle), this second of three straight self-titled LPs includes a few Carnival-styled pop songs, as on his previous album. Most of the experimentation comes at the end of side two with "2001" and "Objeto Semi-Identificado," both of which are filled with odd tape-music portions, spoken-word elements, and a reliance on studio trickery rarely seen on any Western pop albums. Even the pop songs are produced with an eye toward noise; the tropicalia anthem "Volks Volkswagen Blue" features a few psychedelic guitar lines breaking into distortion, and a small but devastatingly brassy horn section punctuating the melody. It's a very disjointed album, not quite as consistently entertaining as last year's entry, but definitely a masterpiece of forward-looking pop.


Tracklist:

A1 Cérebro Eletrônico
A2 Volks Volkswagen Blues
A3 Aquêle Abraço
A4 17 Léguas E Meia
A5 A Voz Do Vivo
B1 Vitrines
B2 2001
B3 Futurível
B4 Objeto Semi-Identificável

Bonus:
Gilberto Gil– Omã Iaô 4:26
Gilberto Gil– Aquele Abraço (Versão Integral) 6:59
Gilberto Gil– Come Medo, Com Pedro (Demo) 4:22
Gilberto Gil– Cultura E Civilização (Demo) 16:21
Gilberto Gil com Jorge Ben e Caetano Veloso– Queremos Guerra

(192 kbps, cover art included)

6 Kommentare:

Carlos Henrique Xavier Endo hat gesagt…

Liebe Kameraden. Gilberto Gil ist ein brasilianischer Künstler, ein Land, in dem die portugiesische Sprache als Mittel der historisch-kulturellen Sprache verwendet wird, geerbt von unseren ehemaligen Kolonisatoren aus Portugal. Doch seit unserer Unabhängigkeit (die im morgigen Jahr zwei Jahrhunderte vollenden wird) drücken wir uns in Wortschatz und Schrift anders aus. Im aktuellen europäischen Portugiesisch wird der Zirkumflex (^) beispielsweise nicht verwendet, während er in Brasilien Teil unserer Notation ist. So hätte der Name des veröffentlichten Albums – „Cérebro Eletrônico“ – in brasilianischer Form geschrieben werden sollen, nicht die europäische – „Eletrônico“ – hier vorgestellt. Ich bitte darum, dass neue Veröffentlichungen von Brasilianern in brasilianischer Sprache erfolgen, da auf jeden portugiesischen Staatsbürger mehr als 15 brasilianische Staatsbürger kommen, was Brasilien zum größten portugiesischsprachigen Land macht und unsere Sprache an sich die neunte (?) meistgesprochene ist Sprache der Welt. Vielen Dank an alle ein schönes 2022.

Dolmance hat gesagt…

What a wonderful genius.

jenny bauer jones hat gesagt…

Lieber Carlos Henrique Xavier Endo, mit großem Interesse habe ich ihren Beitrag gelesen. In meinem bisherigen Leben hatte ich sowohl Kontakt zu Menschen in Portugal, Brasilien, Capo Verde und Angola. Davon ist Brasilien das größte Land, sowohl an Fläche als auch an Einwohner*innen, wie sie es auch benennen. Brasilien hat dazu auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Kulturen, die sowohl vor den Portugies*innen im Land lebten, als auch von diesen ins Land gezwungen wurden, als auch nach der Unabhängigkeit eingewandert sind. Deshalb stelle ich mir vor, dass in Brasilien eine Vielzahl an, ich sage mal "Dialekten des Portugiesischen" gesprochen wird. In Capo Verde nennt sich das Creole. Mich würde interessieren, ob es so etwas wie eine "hoch-brasilianische" Sprache gibt, ähnlich dem "hochdeutschen"? Es gibt auch im Deutschen die Diskussion, wie der richtige Sprachgebrauch ist, wenn es um ältere Literatur geht - siehe die Übersetzung von Pippi Langstrumpf. Und, wie sie an meiner Schreibweise sehen, gibt es aktuell auch um die Vielfalt der Darstellung der Geschlechter die Diskussion, welche Sprach- und Schreibform richtig ist. Vielleicht könnten sie noch etwas ausführen, wie dies in Brasilien gehandhabt wird. Besten Dank und ein fröhliches und glückliches 2022 für Alle

zero hat gesagt…

Danke für die spannende Diskussion. Ich fände es auch gut, mehr über die Debatten in Brasilien und die Suche nach einem guten kritischen Umgang mit der kolonialen Geschichte zu erfahren.

Das Land, in dem ich geboren wurde, war als Kolonialmacht an Ausbeutung und Unterdrückung in zahlreichen Ländern beteiligt. Für die Auseinandersetzung hier mit diesen Aspekten der Geschichte finde ich es hilfreich, wenn die Hinweise auf die Kolonialgeschichte nicht aus den kulturellen Zeugnissen dieser Geschichte getilgt werden. Sehen Sie das für Brasilien anders?

Anonym hat gesagt…

Thank you!

zero hat gesagt…

You are welcome!

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